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CoburgVeranstaltungen Innovationskunst

Wissenschaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg 2022

Transformation zur Nachhaltigkeit in Coburg

Der 15. Wissenschaftstag der Metropolregion Nürnberg lädt am Freitag, 29. Juli 2022 an die Hochschule Coburg ein. Im Mittelpunkt steht das Thema „Transformation zur Nachhaltigkeit“. In fünf Panels wird der Bogen von gesellschaftlicher und digitaler Transformation über das Modell der Kreislaufwirtschaft zu den Aspekten nachhaltige Energie und Infrastruktur sowie Mobilität gespannt.

Beim wissenschaftlichen Schaufenster Nordbayerns präsentieren Wissenschaftler*innen ihre Forschung und diskutieren mit Wirtschaft, Politik und Bildung. Ziel ist es, aktuelle Themen zu bündeln, die Akteur*innen zu vernetzen und so Kooperationen und neue Projekte anzustoßen. Unterstützt wird der Wissenschaftstag 2022 durch die Premiumpartner Siemens, HUK-Coburg und Sparkasse Coburg-Lichtenfels sowie Oberfrankenstiftung und Rainer Markgraf Stiftung, weiterhin Lasco Umformtechnik und lokale Förderer. 

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Digitale Transformation

Nachhaltigkeit bedarf einer ökologischen Transformation, die allerdings begleitet sein sollte mit gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Menschen auf dem Weg mitzunehmen, ist von höchster Bedeutung, damit die politischen und regulatorischen Entscheidungen auch mitgetragen werden. Digitalisierung hilft, um Nachhaltigkeit zu erreichen, ist aber für Menschen auch eine Hürde. Diese sozialen und kulturellen Herausforderungen sollen auch beleuchtet werden. Konkret wird es bei der Kfz-Versicherung: Wie kann Telematik sicheres und umweltbewusstes Fahren fördern? Und wer sind die Gewinner und Verlierer, wenn Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) eingesetzt werden? Beispielhaft soll der KI-Einsatz in Unternehmen der Region aufgegriffen werden. Besuchen Sie dieses Panel, um anregende Einblicke in die digitale Transformation aus verschiedensten Perspektiven zu erhalten und zu diskutieren.

Zum Panel "Digitale Transformation"

 

Nachhaltige Energie- und Infrastruktursysteme

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich erhebliche Veränderungen ergeben, die, u.a. verstärkt durch eine nachhaltige Neuausrichtung der sicherheitspolitischen Lage, einen großen Einfluss auf die weltweiten Warenströme und nicht zuletzt auf unsere Energie- und Infrastruktursysteme haben werden. Es ist erkennbar, dass sich die im Zuge der Energiewende eingeleiteten Prozesse hierdurch erheblich beschleunigen und in wesentlichen Punkten neu ausgerichtet werden müssen.
Die rasch zunehmende Integration erneuerbarer Energien und das Ziel der Defossilisierung unserer Wirtschaft werden insbesondere für die elektrischen Energiesysteme innerhalb von Europa zu einer technischen Herausforderung, die nur durch ein sektorenübergreifendes Zusammenwirken aller Energieanwendungen und Infrastruktursysteme (Elektrizität, Wärme, Gas und Mobilität) volkswirtschaftlich zufriedenstellend gelöst werden kann. Eine der zentralen technologischen Ressourcen der Zukunft könnte hierbei Wasserstoff (H2) darstellen.

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Kreislaufwirtschaft

In der allgemeinen Diskussion zum Thema Kreislaufwirtschaft steht das Recycling von Abfällen in dem Vordergrund. Insbesondere der erste Punkt der Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetztes (KrWG) – die Abfallvermeidung – wurde viele Jahre vernachlässigt. Der Schwerpunkt der Kreislaufwirtschaft muss in den nächsten Jahren auf der Entwicklung von nachhaltigen Produkten liegen. D.h., die Abfallvermeidung muss schon beim Produktde-sign ansetzen. Hierzu gehört auch, dass die Produkte, wenn möglich, nicht nur aus 100 % rezyklierten Materialien bestehen, sondern auch frei von Schadstoffen sind und keine nicht recyclingfähigen Verbundstoffe enthalten. Die Vorträge des Panels sind zu den zentralen Themen der Kreislaufwirtschaft der Gegenwart und Zukunft: Nachhaltigkeit, Schadstofffreiheit und Ressourcenschonung.

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Mobilität, Stadt und Region

Der Megatrend Mobilität beschreibt die Entstehung einer mobilen Weltkultur, welche durch neue Produkte und Services sowie Veränderungen im Nutzungsverhalten der Menschen geprägt wird. Die Begriffe postfossil, vernetzt und autonom werden postuliert. Gleichzeitig bremste die Covid-19-Pandemie den Trend der Urbanisierung und führte durch die Digitalisierung der Arbeitswelt zu einer Vermischung von Leben und Arbeiten, Stadt und Land. Die Fahrtzeiten von Pendler:innen steigen immer weiter und stehen für die Dezentralisierung. Gleichzeitig rücken Konzepte wie die 15-Minuten-Stadt in den Fokus. Aus diesen Entwicklungen ergeben sich verschiedenste Fragen: Wie können wir Lebens- und Arbeitsräume so gestalten und miteinander vernetzen, dass sie lebenswert sind? Wie können wir multimodale, nachhaltige Mobilität fördern? Und wie verbessern wir die Anbindung des ländlichen Raums an die urbanen Zentren?

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Gesellschaftliche Transformation

Wir stehen vor globalen Herausforderungen, die von uns selbst im Anthropozän verursacht wurden. So liegt die Verantwortung für die Welt in unser aller Hände und wir sind gefordert in unseren jeweiligen Rollen die gesellschaftliche Transformation für eine nachhaltige Zukunft aller im Sinne der Sustainable Development Goals der UN mit zu gestalten. Was bedeutet das für uns als Akteure der Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft? Wie kann eine Transformation nicht nur Theorie bleiben, sondern praktisch beginnen? Welche Ideen und Konzepte dazu gibt es bereits, die uns in eine nachhaltige Zukunft führen? Es ist noch nicht zu spät.

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