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Innovationskunst

Innovationskunst an der TH Nürnberg: Gemeinsam gegen COVID-19

In der Corona-Krise wird an der TH mit einem „digitalen Zwilling“ gearbeitet, einem virtuellen Abbild einer realen Maschine, um Projekte praxisnah und selbstständig zu bearbeiten.

Digitaler Start ins Kreativsemester

Kreative Lösungen in größter Geschwindigkeit entwickeln: Die TH Nürnberg sieht COVID-19 nicht nur als Herausforderung, sondern vor allem als Chance für die digitale Lehre: Die Lehrvideo-Produktion läuft auf Hochtouren, aus Workshops werden kurzerhand Webinare entwickelt, Ringvorlesungen finden via Livestream statt und für Besprechungen und Beratungen werden Zoom und Microsoft Teams genutzt. Es entstehen neuartige Konzepte, wie Forschen, Lehren und Prüfen in Krisenzeiten stattfinden können. Unterschiedliche innovative Lehrmethoden werden ausprobiert - so wird beispielsweise in der Fakultät Maschinenbau mit einem digitalen Zwilling gearbeitet, also einem virtuellen Abbild einer realen Maschine, um Projekte praxisnah und selbstständig zu bearbeiten. Und der digitale Zwilling bietet auch einen großen Vorteil: Die Art und Weise der Interaktion lädt zum Experimentieren ein, ohne dass ernsthafte Schäden entstehen können. Durch die Digitalisierung wird auch die Internationalisierungsstrategie der TH gestärkt: So bietet die Fakultät Informatik eine gemeinsame weltweite Lehrveranstaltung zu „Global Software Engineering“ mit der Ritsumeikan University (Japan) und der University of Colombo (Sri Lanka) an. Um die Eindämmung der Pandemie zu unterstützen, setzt die TH zudem auf ihre fachlichen Kompetenzen: Das Institut für Chemie, Material- und Produktentwicklung (OHM-CMP) der TH Nürnberg stellt für Kliniken und Kooperationspartner Gesichtsschutzmasken mittels 3D-Druckern her. Für die Herstellung ist im Schichtbetrieb ein Netzwerk aus über zwanzig 3D-Druckern in acht Fakultäten im Einsatz.

Auch andere Forschungseinrichtungen der Metropolregion Nürnberg nutzen ihr Know-how, um Hilfe zu leisten. Die Universität Bayreuth z.B. meldet eine Produktinnovation im Bereich Schutzausrüstung: Die Forschungseinrichtung Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) nutzt ihre technischen Kompetenzen, um mit 3D-Kunststoffdruck Kopfbügel für dringend benötigte Schutzvisiere herzustellen. Das dazu passende Gesichtsschild wird aus transparenter Folie zugeschnitten. Mehrere hundert Visiere werden mittlerweile täglich produziert und an das gefährdete medizinische Personal ausgegeben.  

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