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Innovationskunst

Jeder fünfte Handwerksbetrieb setzt auf komplett digitale Prozesse

Vor allem Jüngere modernisieren kaufmännische Abwicklung

Digitale Lösungen sind in den meisten Handwerksbetrieben in Deutschland inzwischen Alltag. Das gilt auch in der kaufmännischen Abwicklung. Etwas über 20 Prozent der Betriebe peilen hier inzwischen das nächste Level an: Tendenziell jüngere Handwerksunternehmer und -unternehmerinnen in Großstädten planen, in digitale Lösungen zu investieren, die helfen, die vorhandenen digitalen Prozesse besser zu integrieren und komplett auf Papier zu verzichten. Vorreiter haben zudem Entwicklungen wie Plattformökonomie und Künstliche Intelligenz im Blick. Das sind zentrale Ergebnisse der dritten Studie zur Digitalisierung im Handwerk, die der IT-Dienstleister DATEV eG und der bundesweit erscheinende Wirtschaftstitel handwerk magazin gemeinsam erstellt haben. Dafür wurden 1.000 Handwerker aller Branchen ausführlich telefonisch befragt. Mehr als zwei Drittel der Befragten sind Inhaber oder Geschäftsführer eines Handwerksbetriebs.

„Das Handwerk befindet sich in einer Übergangsphase, weg von einzelnen digitalen Lösungen und meist mit Papier verbundenen Medienbrüchen, hin zu durchgängig digital ablaufenden kaufmännischen Prozessen“, sagte Stefan Wunram, Chefberater Strategische Entwicklung der DATEV, bei der Vorstellung der Studie in München. Über 80 Prozent der Betriebe setzen demnach auf digitale Lösungen in der Kommunikation und den internen kaufmännischen Prozessen. „22 Prozent streben nun allerdings die nächste Stufe der Digitalisierung an“, so Wunram. In diesen Handwerksbetrieben soll in den kommenden zwölf Monaten in digitale Technik investiert werden.

Als wichtigstes Ziel, warum sie investieren wollen, gaben die Befragten an, die digitale Integration der in ihren Betriebenen vorhandenen Lösungen vorantreiben zu wollen. „Die Investierenden bauen damit ihren Wettbewerbsvorteil weiter aus, denn sie haben ohnehin schon einen höheren Digitalisierungsgrad als der Durchschnitt der Betriebe im Handwerk“, erläuterte Wunram. „Neun Prozent von ihnen archivieren zudem ihre kaufmännischen Belege bereits ausschließlich digital. Bei den Nicht-Investierenden sind es nur vier Prozent.“ Außerdem zeige die Studie, dass diejenigen, die Investitionen planen, tendenziell jünger und eher im städtischen Umfeld beheimatet sind.

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Text: Datev eG

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Quelle: Datev eG