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Innovationskunst

Mit Innovation und Weitblick gegen Corona

Innovationen entstehen häufig an Branchengrenzen. Dies ist auch ein Grundgedanke des Innovationspakts der Metropolregion Nürnberg. In dessen Rahmen bringen die sieben Kompetenzinitiativen, welche die regionalen Kernbranchen repräsentieren und vernetzen, die branchenübergreifende Zusammenarbeit in der Metropolregion voran.

Innovationen entstehen häufig an Branchengrenzen. Dies ist auch ein Grundgedanke des Innovationspakts der Metropolregion Nürnberg. In dessen Rahmen bringen die sieben Kompetenzinitiativen, welche die regionalen Kernbranchen repräsentieren und vernetzen, die branchenübergreifende Zusammenarbeit in der Metropolregion voran. In der Coronakrise zeigt sich nun stärker denn je, wie wichtig es ist, auch über Branchengrenzen hinweg zu kooperieren. So unterstützen zum Beispiel Automobilzulieferer bei der Produktion von medizinischen Geräten, die Digitalisierungsbranche ermöglicht den Umbau von Geschäftsmodellen oder Forschungseinrichtungen aus dem Energie- und Materialienbereich stellen mit ihren 3D-Druckern Schutzmasken für Krankenhäuser her. Für all diese Aktivitäten stellen die Kompetenzinitiativen Dreh- und Angelpunkte dar, über die neue Kooperationen und Unterstützungsangebote schnell und unbürokratisch organisiert sowie innovative Lösungsansätze zur Eindämmung der Krise bzw. für den Umgang mit deren Folgen, entwickelt werden können:

Mit der „Digitalen Online Sprechstunde“ bietet das NETZWERK DER DIGITALWIRTSCHAFT NIK e.V. eine Orientierungshilfe für Akteure, die ihre Aktivitäten vom Analogen ins Digitale verlagern wollen bzw. müssen. Coaches zeigen nachvollziehbar und direkt umsetzbar auf, wie man beispielsweise die eigene Auftragslage abfedern kann, wie Mitarbeiter „online“ geführt werden können oder welche Fördermöglichkeiten es im Digitalisierungsbereich gibt. Zudem wurden auf www.nik-nbg.de unter „Online-Services“ unter anderem auch Hilfen für Unternehmen oder Technologie-Tipps gebündelt.

Um Lösungsstrategien für die Coronakrise zu unterstützen, hat das Medical Valley EMN e.V. einen virtuellen Raum geschaffen, in dem Anfragen oder Angebote Platz finden. Je nachdem, ob man auf der Suche nach medizinischem Equipment, Produktionsmöglichkeiten etc. ist oder entsprechende Angebote hat, findet man im Medical Valley Slack-Channel die Möglichkeit zur moderierten Vernetzung. Dabei hat die Einhaltung höchster Qualitätsstandards oberste Priorität. Weiterhin unterstützt die Kompetenzinitiative digitale Plattformen, wie zum Beispiel „Startups Against Corona“ (www.startupsagainstcorona.com) oder „Take Back Control“ (www.aescuvest.eu/fight-covid19), die sich mit der Lösungsfindung bzw. der schnellen Finanzierung und dem Marktzugang für diese Innovationen beschäftigen.

Die Aktivierung von regionalen 3D-Druck-Kompetenzen für die Produktion von Schutzausrüstung oder Bauteilen für medizinische Geräte ist ein weiterer Beitrag zur Eindämmung von Corona. So konnte unter anderem die ENERGIEregion Nürnberg e.V., mit Unterstützung der Kompetenzinitiative Neue Materialien und des Automation Valley Nordbayern, einen Aufruf der EU-Kommission an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen verteilen und so freie 3D-Druck-Kapazitäten in der Metropolregion bündeln und an die entsprechenden Stellen weiterleiten.

Alle Kompetenzinitiativen bleiben aber auch bzw. vor allem in der Krise verlässliche Partner für ihre eigenen Branchenakteure. Das Automobilzulieferernetzwerk ofraCar e.V. hat zum Beispiel eine digitale Plattform für seine Mitglieder eingerichtet, welche, neben den üblichen Informationen zu Unterstützungsleistungen, vor allem die Möglichkeit bietet sich firmenübergreifend zu krisenbedingten Fragen, Praxishilfen oder auch Verfügbarkeiten von Materialien und Technologien auszutauschen. Hier setzt auch das Innovationsnetzwerk CNA e.V. für Verkehr und Logistik an. Über Austauschplattformen werden den Mitgliedern zum einen Best-Practice-Beispiele zur Orientierung zur Verfügung gestellt. Zum anderen zielt der Austausch darauf, die zu erwartenden strukturellen, wirtschaftlichen und produktionstechnischen Veränderungen zu beleuchten, Trends und Innovationen frühzeitig zu identifizieren und sich schon jetzt für den Wandel im Mobilitätssektor und in der Logistik nach der Krise zu positionieren.

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